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 16.04.2011 Kreisverkehr
Spätestens beim Fahren nach den Angaben des Navigationsinstrumentes in einer ungewohnten Umgebung stellt man fest, wie viele Kreisverkehre neu eingerichtet wurden. Die sind nämlich auf der CD noch nicht gespeichert. Selbst kleine Dörfer leisten sich einen Kreisverkehr – manchmal allerdings so klein und unübersichtlich, dass sich die Frage nach der Hebung der Verkehrssicherheit stellt.

Problematisch für die Fahrzeugführer sind die mehrstreifigen Anlagen. Welcher Fahrstreifen soll gewählt werden? Wenn der ADAC seinen Mitgliedern rät, den rechten Streifen zu wählen, wenn die nächste oder übernächste Ausfahrt genommen werden soll, ist das in vielen Fällen sicher eine sinnvolle Empfehlung. In vielen Großstädten, vor allen Dingen bei großen Kreisverkehrsarten, führt der rechte Streifen häufig auch bei der nächsten Ausfahrt wieder heraus. Für die übernächste Ausfahrt funktioniert das dann also nicht. Eine direkte gesetzliche Vorschrift gibt es nicht, da die Fahrstreifenwahl igO für Kfz unter 3,5t zG frei wählbar ist.

Als Problem stellt sich das Wechseln aus einem inneren Fahrstreifen zum Verlassen des Kreises dar. Natürlich muss der Kfz-Führer blinken und er muss beim Kreuzen der Fahrstreifen den Ausfahrenden vorlassen. Das Berliner Kammergericht (Az.:12 U 141/07) hat bereits einen solchen Fall entschieden. Der von innen wechselnde Autofahrer, der mit dem rechts neben ihm fahrenden zusammengestoßen war, verlangte eine 50:50 Schadensteilung. Das Gericht sah das anders und argumentierte, dass nur dann gewechselt werden darf, wenn eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. Dem wechselnden Autofahrer wurde eine Verletzung der Sorgfaltspflicht vorgeworfen.

Empfehlung: Im Zweifelsfall also lieber eine Ehrenrunde drehen.



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